{"id":220,"date":"2019-04-04T00:05:27","date_gmt":"2019-04-03T22:05:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bavarian-starlights.com\/wordpress\/?page_id=220"},"modified":"2019-05-11T19:30:03","modified_gmt":"2019-05-11T17:30:03","slug":"geschichtlicher-rueckblick","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.bavarian-starlights.com\/?page_id=220","title":{"rendered":"Geschichtlicher R\u00fcckblick"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"220\" class=\"elementor elementor-220\" data-elementor-settings=\"[]\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-inner\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-section-wrap\">\n\t\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-2f140a2 elementor-section-full_width elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"2f140a2\" data-element_type=\"section\" data-settings=\"{&quot;background_background&quot;:&quot;classic&quot;}\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-background-overlay\"><\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-row\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-50 elementor-top-column elementor-element elementor-element-6d3c04c\" data-id=\"6d3c04c\" data-element_type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-column-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-1c2c613 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"1c2c613\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-text-editor elementor-clearfix\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-50 elementor-top-column elementor-element elementor-element-ff6123a\" data-id=\"ff6123a\" data-element_type=\"column\" data-settings=\"{&quot;background_background&quot;:&quot;classic&quot;}\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-column-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-c1667b0 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"c1667b0\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-text-editor elementor-clearfix\">\n\t\t\t\t<h4><b>Modern Western Square Dance<\/b><\/h4>\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-c8d28cc elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"c8d28cc\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-text-editor elementor-clearfix\">\n\t\t\t\t<p><i>Geschichtlicher \u00dcberblick<\/i> (Herb Egender, \u00fcbersetzt von Norbert Lindermayr)<\/p><p>Es ist schwierig, die Wurzeln des modernen Square Dance genau aufzusp\u00fcren, denn sie sind sehr tief und weitverzweigt. Die Urspr\u00fcnge gehen mit Sicherheit auf die englischen und franz\u00f6sischen Vorfahren (der Amerikaner) zur\u00fcck, aber es gibt auch Spuren zu den Schotten, Skandinaviern, Spaniern und anderen V\u00f6lkern.<\/p><p>Man k\u00f6nnte annehmen, dass der Tanz als solcher so wie eine nachahmende Kunst begann: Die Vorzeitmenschen imitierten einfach die rituellen T\u00e4nze der Tiere. Das geringste Ansehen hatte der Tanz im Lauf seiner Geschichte wohl im klassischen Griechenland, wo er als eine unadelige und sch\u00e4ndliche Aktivit\u00e4t galt. Aristoteles soll gesagt haben: &#8222;Kein B\u00fcrger soll diese K\u00fcnste (Musik und Tanz) so intensiv betreiben, dass sie zu seinem Beruf werden.&#8220; Er verwies diese Bet\u00e4tigung auf die Sklaven, Freigelassenen und Fremden. Der gro\u00dfe r\u00f6mische Cicero bemerkte: &#8222;Niemand tanzt, au\u00dfer wenn er betrunken oder geistig verwirrt ist.&#8220;<\/p><p>Italien sah das Wiederaufleben des Tanzes im 15. Jahrhundert, w\u00e4hrend man Frankreich nachsagt, es sei die Mutter der modernen Kunst. Viele unserer Tanzausdr\u00fccke zeigen diese franz\u00f6sische Verbindung, wie z.B. der Call &#8222;Dos-a-dos&#8220;, der R\u00fccken an R\u00fccken bedeutet. Der englische Ahne des modernen Square Dance war unzweifelhaft der gro\u00dfe Moriskentanz. Dieser Tanz wurde vor Publikum von ausgebildeten Moriskent\u00e4nzern vorgef\u00fchrt &#8211; sechs M\u00e4nner in zwei Reihen von jeweils drei (Frauen durften nicht teilnehmen).<\/p><p>Sp\u00e4ter im 17. Jahrhundert wurden in England Volkst\u00e4nze popul\u00e4r. Viele waren Reihen- oder Line Dances. Einige glauben, dass der Contra seinen Namen entweder von der falschen Aussprache des Wortes &#8222;Country&#8220; bekam, oder aus der Tatsache heraus, dass die T\u00e4nze in zwei gegen\u00fcberliegenden Linien oder Reihen ausgef\u00fchrt wurden. Zur damaligen Zeit gab es auch viele Rundt\u00e4nze, einige von ihnen \u00e4hnelten den Choral-T\u00e4nzen, welche oft in Kirchenschiffen englischer Kirchen getanzt wurden.<\/p><p>Die Franzosen \u00fcbernahmen und modifizierten die englischen Volkst\u00e4nze und nannten sie &#8222;Contredance Anglais&#8220;. Sie erfanden auch eine Form des Tanzes genannt Quadrille, ein Ausdruck, der urspr\u00fcnglich von einem Kartenspiel abstammt. Es ist die Quadrille, die meistens als die Gro\u00dfmutter des modernen Square Dance bezeichnet wird. Jedoch zeigt die Geschichte, dass bereits vor 300 Jahren &#8222;Dull Sir John&#8220; und &#8222;Faine I Would&#8220; volkst\u00fcmliche Square Dances waren. Die Franzosen entwickelten auch den Contredance &#8222;Francais&#8220;, einen Tanz, den man in der Quadratformation mit acht T\u00e4nzern ausf\u00fchrt.<\/p><p>Die unerl\u00e4ssliche Verbindung zur Vergangenheit waren Tanzmeister, die mit den Vorfahren nach Amerika kamen und die T\u00e4nze ihrer Heimatl\u00e4nder mitbrachten. Eines der fr\u00fchesten Dokumente im Zusammenhang mit den damaligen T\u00e4nzen ist ein Buch von John Playford, einem Musiker und Tanzmeister. Sein Werk &#8222;The English Dancing Master &#8211; klar und einfach zum Tanzen der Volkst\u00e4nze, mit Melodien zu jedem Tanz&#8220; wurde von 1650 bis 1728 in 17 Editionen herausgegeben und enthielt 918 T\u00e4nze.<\/p><p>Zwischenzeitlich kamen auch Paart\u00e4nze in Mode. Die Franzosen erfanden eine Rundtanz, genannt &#8222;Branle&#8220;, au\u00dferdem die &#8222;Gavotte&#8220; (Tanz im \u00be Takt) und das &#8222;Minuet&#8220;. Von allen T\u00e4nzen war der Walzer seinerzeit die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung. Er erregte bei seiner Einf\u00fchrung gro\u00dfes Aufsehen, da es dem Herren erstmals erlaubt war, seine Partnerin eng zu umarmen, w\u00e4hrend sie \u00fcber den Tanzboden glitten. Diese Tanzhaltung, welche heute &#8222;closed dance position&#8220; genannt wird, hie\u00df lange Zeit die Walzer-Tanzhaltung.<\/p><p>Als die Pioniere den amerikanischen Westen erschlossen, nahmen sie ihre T\u00e4nze mit. Viele der damaligen T\u00e4nze gingen verloren oder wurden vergessen; aber auch viele blieben erhalten, besonders in den s\u00fcdlichen Appalachen. Anfang des 20. Jahrhunderts erlitt der Tanz in Amerika einen gro\u00dfen Niedergang. Quadrilles und Contras verschwanden. Der Walzer wurde &#8222;getwostepped&#8220;, Polka und Schottische verga\u00df man. Dagegen wurde eine flegelhafte Form des Tanzes, genannt &#8222;Barn Dance&#8220;, bevorzugt, wogegen die Square Dancers lange ank\u00e4mpften. Es bedurfte eines gro\u00dfen Industriellen und eines Leiters einer kleinen Schule in Colorado, um die gro\u00dfartige Volkstanzaktivit\u00e4t aus der Flaute zu bringen.<\/p><p>Henry Ford pflegte damals seinen Urlaub im Wayside Inn in Sudbury, Massachusetts, zu verbringen. Dort bekam er Interesse am Tanzprogramm, das von einem Tanzmeister namens Benjamin Lovett geleitet wurde. Das Programm enthielt die Gavotte, Mazurkas, Schottische, Menuett, Virginia Reel und andere Square und Round Dances. Ford versuchte Lovett zu engagieren, der aber ablehnte, weil er mit dem Hotel einen Arbeitsvertrag hatte. Dies stellte f\u00fcr den Multimillion\u00e4r Henry Ford kein Problem dar, weil er einfach das Hotel samt Vertrag kaufte und Lovett mit zu sich nach Detroit nahm. In der Region Detroit errichtete Henry Ford ein breit angelegtes Lehrprogramm f\u00fcr Squares und Rounds, einschlie\u00dflich Rundfunksendungen und Schulprogramme. Er baute eine sch\u00f6ne Tanzhalle in Greenfield Village und nannte sie Lovett Hall. Sie wird noch heute genutzt. 1926 ver\u00f6ffentlichten Ford und Lovett ein Buch, welches Anregungen und anderes Material f\u00fcr viele Volkst\u00e4nzer lieferte, die sich ein solches Nachschlagewerk gew\u00fcnscht hatten. Der Titel des Buches war &#8222;Good Morning&#8220;.<\/p><p>Einer, der sich auf das Buch st\u00fcrzte und es verschlang, war der junge Schulleiter in Colorado Springs Lloyd Shaw. Lloyd &#8222;Pappy&#8220; Shaw erkannte, dass Fords Buch nur einen Teil des damaligen Wissens \u00fcber den amerikanischen Volkstanz enthielt, und dass die restlichen Informationen direkt vor seiner Nase in den Kleinst\u00e4dten und Farmer- und Bergarbeitergemeinden im Westen des Landes steckten. Er ging sorgf\u00e4ltig ans Werk, indem er alte Leute befragte, T\u00e4nze und Melodien sammelte und Nachforschungen anstellte. 1939 ver\u00f6ffentlichte er die erste Sammlung \u00fcber Western Square Dancing mit dem Titel &#8222;Cowboy Dances&#8220;. Sp\u00e4ter gab er auch ein Round Dance Buch heraus. Er \u00fcbte mit Gruppen von T\u00e4nzern in seiner Cheyenne Mountain Schule und nahm sie mit durchs Land, w\u00e4hrenddessen er ihnen T\u00e4nze lehrte, die sie vorf\u00fchrten. Im Sommer f\u00fchrte er Kurse f\u00fcr neue Tanzleiter durch, und Western Square Dance begann sich wie ein Wildfeuer auszubreiten. Nat\u00fcrlich fragte damals niemand nach Round Dance. Es wurde als selbstverst\u00e4ndlich angenommen, dass man den Varsouvianna, Schottischen, den Black Hawk Walzer und vielleicht den Blue Pacific Walzer tanzen konnte. Es gab ab und zu ein &#8222;Cue word&#8220; (Tanzkommando) f\u00fcr die Anf\u00e4nger, aber es gab keine Cuer. Die T\u00e4nzer kannten die T\u00e4nze, genauso wie sie die Figuren von vielen Square Dance Calls kannten.<\/p><p>In den 50er Jahren fand beim Square Dance ein \u00dcbergang von der traditionellen Art des Tanzes, bei der nur jeweils ein Paar aktiv ist, zu einem neuen Konzept statt, bei dem alle vier Paare gleichzeitig tanzten. Die Caller entdeckten, dass sie alle T\u00e4nzer gleichzeitig bewegen konnten, und dadurch das Tanzen viel interessanter wurde. Square Thru &#8211; in Contra T\u00e4nzen seit Hunderten von Jahren bekannt &#8211; wurde f\u00fcr den Square Dance &#8222;erfunden&#8220; und 1955 eingef\u00fchrt. Andere Figuren folgten schnell. Bald waren es 16 Basics und dann 20, sp\u00e4ter 32 und mittlerweile sind daraus 49 geworden.<\/p><p>Hilfreich f\u00fcr den \u00dcbergang war die Entwicklung des elektronischen Verst\u00e4rkers, der es dem Caller erlaubte, mit gro\u00dfen Mengen von T\u00e4nzern zurechtzukommen. Es war nicht l\u00e4nger notwendig zu schreien, sondern es wurden Mikrofone benutzt oder man hatte in jedem Square einen eigenen Caller. Square Dance Schallplatten, besonders die kleinen, leicht zu handhabenden Scheiben mit 45 RPM (Umdrehungen pro Minute), ersetzten die &#8222;Live Music&#8220; mit allen dazugeh\u00f6rigen Problemen und erlaubten eine viel gr\u00f6\u00dfere musikalische Vielfalt und Flexibilit\u00e4t.<\/p><p>1974 hielt eine Organisation genannt CALLERLAB &#8211; die internationale Vereinigung der Square Dance Caller &#8211; ihre erste &#8222;Convention&#8220; (Versammlung) ab. Der Verband trifft sich seit damals jedes Jahr wieder. CALLERLAB&#8217;s Ziel ist es, die Prinzipien von Spa\u00df und Freundschaft, die von den fr\u00fcheren Tanzleitern wie &#8222;Pappy&#8220; Shaw begr\u00fcndet wurden, zu verbreiten und die Square Dance Tanzfiguren, Timing und Styling zu standardisieren.<\/p><p>Die Freude am Tanzen zu guter Musik und die Teilnahme an einer Aktivit\u00e4t, die einfach Spa\u00df macht, das machte Square Dancing \u00fcber viele, viele Jahre attraktiv und langlebig.<\/p>\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Modern Western Square Dance Geschichtlicher \u00dcberblick (Herb Egender, \u00fcbersetzt von Norbert Lindermayr) Es ist schwierig, die Wurzeln des modernen Square Dance genau aufzusp\u00fcren, denn sie sind sehr tief und weitverzweigt. 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